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Das Haus in Schuss halten: Hausfassade, Heizung und Garten modernisieren

Hausfassade, Innenräume, Heizungsanlage und Garten. An jedem Haus nagt der Zahn der Zeit. Um die Lebensqualität und den Immobilienwert zu erhalten, müssen Sie regelmäßig Modernisierungsarbeiten durchführen. Die gute Nachricht: Für die energetische Sanierung von Heizung und Hausfassade erhalten Sie oft staatliche Förderungen und sparen langfristig Geld.

Haus in Schuss halten: Das Wichtigste in Kürze

Heizung: Rechtlich alle 30 Jahre vorgeschrieben, lohnt sich aber häufig früher durch bis zu 15 % Ersparnis bei den Energiekosten und bis zu 35 % staatliche Förderung

  • Heizungswartung: Jährlich notwendig

Hausfassade und Dach: Isolierung muss alle 20-30 Jahre erneuert werden. Sie erhalten bis zu 20 % staatliche Förderung und sparen bis zu 20 % der Energiekosten.

Garten: Abhängig von den eigenen Bedürfnissen Rasen stutzen, Gewächse schneiden und jährlich Boden auffrischen. Wer einen Naturgarten hat, spart sich die meiste Arbeit.

Innenbereiche: Schimmelbildung ist die größte Gefahr für die Innenräume. Kontrollieren Sie alle Räume nach dem Winter auf beginnende Schimmelbildung und entfernen Sie den Schimmel professionell.

Durch Modernisierung Immobilienwert und Substanz erhalten

Egal, wie gut Ihr Haus in Schuss ist, wenn Sie es kaufen und selbst bei einem Neubau: Regelmäßige Modernisierungen sind notwendig. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

    • Substanz der Immobilie erhalten
    • Wert der Immobilie erhalten
    • Lebensqualität steigern

Viele Hausbesitzer unterschätzen die Kosten für die Modernisierung Ihres Hauses bereits beim Hauskauf. Die Kosten für eine Komplettsanierung liegen bei 400 € – 600 € pro Quadratmeter. Ausgehend von 30 Jahren Modernisierungsabstand und einer Wohnfläche von 80 Quadratmetern, benötigen Sie Rückstellungen von 100 € pro Monat.

Heizung, Hausfassade, Dach und Co: Wie häufig modernisieren?

Wann eine Modernisierung notwendig ist, hängt vom Alter und Zustand der Immobilie ab.

Üblich sind folgende Intervalle.

Küche und Bad

15-20 Jahre

Fenster und Türen

20-30 Jahre

Diese Zeiträume sind nur Annäherungen. Durch Unfälle oder Belastung sind eventuell frühere Sanierungsmaßnahmen nötig. Bilden Sie auch deshalb von Anfang an Rückstände für Modernisierungen und Reparaturen.

Heizung, Fassade, Dach und Fenster: Geld sparen durch energetische Sanierung.


Neben dem Erhalt der Substanz und des Werts der Immobilie gibt es weitere Gründe für eine Modernisierung. Mit einer energetischen Sanierung sparen Sie langfristig Energiekosten ein. Hinzu kommen staatliche Förderungen für viele energetische Sanierungsmaßnahmen, die die Attraktivität steigern.

Heizung austauschen

Der Gesetzgeber sieht einen Austausch nur alle 30 Jahre vor, aber die Heizung ist ein großer Kostentreiber. Viele ältere Immobilien setzen auf veraltete Heizungsanlagen, die nicht effizient und in der Regel umweltschädlich sind. Durch die Umstellung auf eine moderne Heizungsanlage sparen Sie so etwa 10 % der jährlichen Heizkosten. Eine Heizung kostet je nach Heizungsart zwischen 6.000 € – 12.000 €.

Wenn Sie eine Heizung kaufen, erhalten Sie, abhängig von der Heizungsanlage, bis zu 35 % Förderung vom Staat. Steigen Sie von einer Ölheizung um, erhalten Sie zusätzlich 10 % Bonus.

Günstiger kann es sein eine Heizung zu mieten. Beim Mieten einer Heizung stellt der Anbieter Ihnen eine Heizungsanlage zur Verfügung und übernimmt alle laufenden Reparaturen und Wartungen. Sie zahlen dafür einen monatlichen Betrag. Bei ErstRaum mieten Sie eine Heizung inkl. Heizungswartung bereits ab 99€ / Monat.

Heizungswartung

Auch die regelmäßige Heizungswartung spart Ihnen langfristig Kosten. Im Rahmen einer Heizungswartung identifiziert der Heizungsfachmann etwaige Mängel und Fehlkonfigurationen, die zu Effizienzeinbußen führen. Lesen Sie hier, wie eine Heizungswartung genau abläuft.

Fenster erneuern

Die Fenster ermöglichen den Luftaustausch und schützen Sie vor den Witterungsbedingungen draußen. Ältere Fenster weisen oft Undichtigkeiten auf. So gelangt kalte Luft und Feuchtigkeit in den Innenraum. Das führt einerseits zu Schimmelbildung, andererseits steigen die Energiekosten.

Neue Fenster kosten ca. 1000 €. Das Einsparpotenzial ist je nach Zustand der alten Fenster massiv: bis zu 20 % der Heizkosten sparen Sie durch den Einbau neuer Fenster. Dadurch amortisiert sich die Investition:

Die KfW fördert die Investition in besonders energiesparende Fenster mit bis zu 20 % & Fenster mit bis zu 20 % & der gesamten Sanierungskosten. Die Förderung ist auf 10.000 € pro Wohneinheit gedeckelt. Bei der energetischen Sanierung des gesamten Hauses beträgt der Zuschuss bis zu 50 %.

Fassadendämmung

Die Fassade isoliert Ihr Haus vor Wärme im Sommer und Kälte im Winter. Eine schlecht isolierende Fassade lässt kalte Luft und Feuchtigkeit ins Haus. Die Wände die nach außen gerichtet sind, kühlen von innen aus. Langfristig bildet sich dadurch häufig Schimmel an den betroffenen Wänden. Außerdem muss Ihre Heizung gegen die Kälte von außen heizen – eine unmögliche Aufgabe, die Ihre Heizkosten um bis zu 20 % steigert.

Die Fassade ist den Witterungsbedingungen besonders stark ausgesetzt. Daher ist alle 20 Jahre eine Sanierung notwendig. Die Kosten liegen bei ca. 200 € pro QM. Auch die Fassadensanierung fördert die BAFA mit bis zu 20 % der Gesamtkosten.

Dachdämmung

Ähnlich wie mit der Fassade ist es mit dem Dach. Durch eine neue Dämmung sparen Sie jedes Jahr bis zu 10 % der Energiekosten. Sie sollte ebenfalls alle 20 Jahre saniert werden. Die Kosten liegen bei 120 € pro QM. Auch hier übernimmt das BAFA auf Antrag 20 % der kosten.

Garten modernisieren

Bei der Modernisierung wird der Garten oft vergessen. Viele Hausbesitzer arbeiten laufend im Garten und unterschätzen dadurch, die zusätzlich anfallende regelmäßige Arbeit.

Bäume, Pflanzen und Sträucher zurückschneiden

Für das Zurückschneiden gibt es verschiedene Gründe:

    • Sicherheit

Bäume werden im Herbst schnell zur Gefahr. Instabile Äste brechen bei Wind und führen zu Sach- oder Personenschäden. Bäume schneiden Sie daher jedes Jahr zurück, um Unfälle zu verhindern.

    • Wachstum

Sträucher, aber auch Gemüse- und Obstpflanzen: Sie alle profitieren vom gezielten Zurückschneiden der Pflanze. Der Grund ist simpel: Indem Sie weit unten liegende Triebe wegschneiden, steckt die Pflanze ihre Energie in die anderen Triebe. Nicht jedes Gewächs verträgt das Zurückschneiden gleich gut. Informieren Sie sich also vorher über Ihre Pflanzen, bevor Sie zur Gartenschere greifen.

    • Ästhetik

Wer kennt nicht die beeindruckenden Englischen Gärten, in denen Sträucher zu Kunstwerken zurechtgeschnitten werden? Wollen Sie diese Ästhetik in Ihrem Garten, ist regelmäßige Pflege unabdingbar.

Boden auffrischen

Jeder Garten ist ein kleines Ökosystem. Insekten ernähren sich von Pflanzen, die Ihre Nährstoffe aus dem Boden bekommen – und der Boden? Dessen Versorgung übernehmen Sie. Zumindest dann, wenn es sich nicht um einen ökologischen Garten handelt. Sie sollten jedes Jahr nach dem Winter Ihren Boden überprüfen, und gegebenenfalls die obere Schicht auffrischen. Dazu nutzen Sie entweder Schwarzerde oder selbst gemachten Hummus aus dem Komposthaufen.

 

Auch für den Boden gilt: Wer einen Nutzgarten anlegt, spart langfristig Zeit und Geld für die Modernisierung.

Rasen mähen

Rasenmähen macht fast niemand gerne. Es ist laut, anstrengend und kostet schnell einen ganzen Nachmittag. Mähroboter erleichtern die Arbeit signifikant. Auch ein Mähtraktor zum Sitzen ist eine Hilfe.

Tipp: Vor dem Hintergrund des Klimawandels setzen immer mehr Hausbesitzer auf Naturwiesen im eigenen Garten. Statt exakt gestutzter Rasenfläche erwartet Sie dann eine bunte und wilde Wiese. Das sieht nicht nur gut aus und freut das lokale Ökosystem, sondern spart Ihnen Zeit und Geld.

Grenzt Ihr Rasen direkt an die Hausfassade, kürzen Sie ihn in diesem Bereich. Kondenswasser schädigt ansonsten die Fassade und führt unter Umständen zu Schimmelbildung.

Haus in Schuss halten: Schimmelbildung erkennen und verhindern

Gesundheitsschädlich, wertmindernd und substanzbedrohend. Schimmel ist der natürliche Feind jedes Hausbesitzers. Sie sollten das Haus daher mindestens einmal im Jahr auf Schimmelbildung kontrollieren. Der perfekte Zeitpunkt dafür ist der beginnende Frühling. Schließlich sind Herbst und Winter feucht und kalt. Ihr Eigenheim ist in dieser Zeit also besonders starken Belastungen durch die Witterung ausgesetzt.

Küche und Badezimmer

Im Innenbereich sind insbesondere Küche und Bad schimmelgefährdet. Durch die Hitze entsteht hier Wasserdampf, der sich an den Fugen und Fliesen absetzt. So entsteht eine feuchte und warme Umgebung, in der sich der Schimmel wohlfühlt.

Erste Anzeichen von Schimmel zeigen sich in der Regel an den Fugen in Form schwarzer Flecken. Achten Sie auch auf Risse und Fehler in den Fugen zu achten. Durch diese Risse dringt Feuchtigkeit hinter die Fliesen, sodass Schimmel unbemerkt entstehen kann.

Außenwände

Schimmelgefahr geht auch von den Innenwänden der Hausfassade aus. Gerade in älteren Immobilien kühlen sie stark aus, sodass sich Feuchtigkeit bildet. Kommt dann noch eine schlechte Belüftung hinzu, ist Schimmelbildung vorprogrammiert. Achten Sie unbedingt darauf, keine Möbel direkt vor diese Wände zu stellen. Entdecken Sie Schimmel an diesen Wänden, entfernen Sie diesen mit einem einem Schimmelentferner, daraufhin bestreichen Sie die betroffene Wand mit Anti-Schimmel-Farbe. Der Schimmel kommt allerdings wieder, wenn Sie die Ursache nicht beheben: eine schlecht isolierte Außenfassade.

Keller

Auch Keller sind prädestiniert für Schimmel. Durch die dauernde Kälte bilden sich schnell Ablagerungen von Tauwasser. Zusammen mit den konstanten Temperaturen ist das ein perfekter Nährboden für Schimmel. Überprüfen Sie also auch den Keller sorgfältig auf Schimmel.

Fazit: Heizung, Hausfassade und Garten modernisieren

Vor der Modernisierung des eigenen Hauses schrecken viele Hausbesitzer wegen hoher Kosten zurück. Dabei sparen Sie langfristig häufig bares Geld. Zusätzlich profitieren Sie in vielen Fällen von staatlicher Förderung – zum Beispiel, wenn Sie eine Heizung kaufen oder die Hausfassade erneuern lassen.

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