unser Ratgeber 

Richtig Heizen:

Wie Sie den Energieverbrauch senken und Heizkosten sparen ohne zu frieren

 

Heizen ist ein echter Energiefresser. Mehr als ⅔ des privaten Energieverbrauchs geht auf das Konto der Wärmeproduktion. Um Heizkosten zu sparen versuchen deshalb viele Menschen, das Heizverhalten zu optimieren. Aber wie geht richtig Heizen und kann man dadurch wirklich einen relevanten Teil der Heizkosten sparen? Wir zeigen Ihnen, wie Sie durch das Befolgen einfacher Regeln richtig heizen, weniger Energie verbrauchen und dabei Geld sparen – ohne auf warme Füße im Winter verzichten zu müssen.

Richtig Heizen – das Wichtigste in Kürze

  • Keine zu hohen Temperaturen; Tagsüber sind 17 Grad (Schlafzimmer) bis max. 22 Grad (Badezimmer) angemessen, nachts kann es 3-5 Grad kälter sein
  • Heizung in der Nacht runterdrehen; nur bei Gebäuden mit schlechter Isolierung und ohne Fußbodenheizung sinnvoll
  • Thermostatventil nicht zu hoch einstellen
  • Vorhänge zuziehen, denn Vorhänge isolieren und halten Wärme im Raum
  • Sorgen Sie für freie Flächen vor den Heizkörpern
  • Stoßlüften sorgt für gute Luftqualität, beugt Schimmelbildung vor und beeinträchtigt die Raumtemperatur kaum
  • Mit regelmäßigen Heizungswartungen stellen Sie sicher, dass die Anlage weiterhin so effizient möglich läuft

Richtig Heizen: Wie warm soll es sein?

Im Winter ist es kalt, also heizen wir, um es warm zu haben. Aber wie warm ist warm genug? Jedes zusätzliche Grad zeigt sich direkt in Ihrem Energieverbrauch und damit auch auf der Jahresrechnung. Grundsätzlich sollten bewohnte Räume tagsüber nie kälter als 17 Grad sein. Diese Minimaltemperatur empfinden aber die wenigsten Menschen als angenehm – im Wohnbereich empfehlen wir daher, eigene Räumlichkeiten auf rund 20-22 Grad einzustellen. Im Bad jedoch, sind 22 Grad ideal.

Nachts richtig heizen: Heizung herunterregeln?

Nachts müssen Sie sie diese Temperaturen nicht erreichen, wenn Sie sich nicht in den Räumen aufhalten. Durch das Senken der Temperatur um einige Grad können Sie dann Heizkosten sparen. Das gilt allerdings nur für schlecht gedämmte Wohnungen und Häuser. Jüngere Gebäude speichern Wärme sehr gut und sind oft mit Fußbodenheizungen ausgestattet, die nicht auf plötzliche Temperaturwechsel ausgelegt sind. Hier lohnt sich das Herunterregulieren in der Nacht nicht.

Die richtigen Temperaturen für jeden Raum

Wohnzimmer: 20 – 22 Grad

Schlafzimmer: 17 – 18 Grad

Badezimmer: 21 – 22 Grad

Küche: 18 Grad

Kinderzimmer: 20 – 22 Grad

Flur: 17 Grad

Thermostat richtig einstellen

Die meisten Heizungen verfügen über ein Thermostatventil direkt am Heizkörper. Er lässt sich zwischen Stufe 1 und Stufe 5 einstellen. Viele stellen die Heizung auf 5, damit “es auch schnell warm wird”. Aber die fünf Stufen stehen nur für Zieltemperaturen. So entspricht Stufe 3 in der Regel einer Temperatur von 20 Grad.

 

Es gilt: Die meisten Heizkosten sparen Sie, wenn die Temperatur möglichst konstant ist. Je mehr die Heizung nachregulieren muss, desto mehr Energie wird verbraucht. In den Wohnräumen ist Stufe 3 daher fast immer die sinnvollste Einstellung für die Heizperiode. Unter Stufe 1 sollten Sie die Heizung im Winter nicht stellen. Dann besteht die Gefahr, dass die Leitungen zufrieren und eine Heizungswartung nötig ist.

Heizkosten sparen mit intelligenten Thermostaten?

Mit modernen Thermostatventilen Heizkosten sparen – funktioniert das? Hersteller moderner Thermostate versprechen Energiekosteneinsparungen von bis zu 30 %.

In der Tat haben programmierbare Thermostatventile einen entscheidenden Vorteil: Sie können die Räume so zu bestimmten Zeiten automatisch auf die gewünschte Temperatur heizen. Dadurch müssen Sie insgesamt weniger nachregulieren. 30 Prozent Heizkosten sparen ist allerdings nur in absoluten Worst-Case-Szenarieren denkbar. Realistisch sind, abhängig vom eigenen Heizverhalten 5 – 10 %.

Während des Heizens: Fenster und Vorhänge schließen

Vor dem Heizen – Fenster schließen. Diese Regel lernen viele Menschen schon als Kind. Weniger Menschen wissen, dass dies auch für die Vorhänge gilt. Geschlossene Vorhänge isolieren und halten die Heizungswärme länger im Raum.

Wenn Sie richtig heizen wollen, schließen Sie daher die Vorhänge. Aber Vorsicht: Isolation funktioniert in beide Richtungen. Decken die Vorhänge die Heizung ab, wird die Wärme nicht effizient an den Raum abgegeben, sondern staut sich. Das gilt auch für Möbel und andere Gegenstände: Der Raum vor den Heizkörpern muss unbedingt frei bleiben

Regelmäßig Heizung überprüfen und warten lassen

Rechtlich ist eine regelmäßige Heizungswartung vorgeschrieben. Aber auch aus Perspektive des Energiesparens ist die professionelle Heizungswartung ratsam. Bei einer Heizungswartung überprüft ein Fachmann die Anlagenfunktion und ersetzt gegebenenfalls Verschleißteile. Außerdem überprüft er die Einstellungen der Anlage und identifiziert so mögliche Fehlkonfigurationen.

Um die Beauftragung eines Fachbetriebs für die Heizungswartung müssen Sie als Besitzer sich selbst kümmern – außer, wenn Sie eine Heizung mieten inkl. Heizungswartung. Dann wird die Heizungsanlage zur Verfügung gestellt und alle anfallenden Wartungen werden für Sie übernommen.

 

Richtig Heizen ist kein Hexenwerk

Richtig heizen und Heizkosten sparen sind gar nicht schwer. Mit unseren Tipps finden Sie einfach die optimale Einstellung für die Heizung und können der nächsten Heizperiode gelassen entgegenblicken: Ab jetzt sind warme Füße im Winter und Energiesparen kein Gegensatz mehr!

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