Unser Magazin

Versicherungen rund ums Haus:

Welche Absicherung Sie wirklich benötigen

 

Versicherungen für Hausbesitzer: Das wichtigste in Kürze


Hausbesitzer sollten sich gegen die Risiken absichern, deren Folgen Sie finanziell nicht selbst tragen können.

Obligatorisch ist die Wohngebäudeversicherung, die zwischen 200 € und 600 € im Jahr kostet

Abhängig von der Region sollten Sie eine zusätzliche Versicherung gegen Elementarschäden abschließen, um sich vor den Folgen von Überschwemmungen und andere Naturgewalten zu schützen

Die Haus -und Grundbesitzerhaftpflicht schützt Sie vor den finanziellen Folgen von Unfällen Dritter auf Ihrem Eigentum – sie kostet zwischen 100 € – 200 € im Jahr

Hausratversicherungen lohnen sich erst ab einem gewissen Inventarwert

Verzichten Sie auf Glasbruchversicherung und Schutzbriefe und bilden Sie stattdessen Rücklagen, um kleine Reparaturen stets problemlos zu begleichen

Wohngebäudeversicherung

 

Die Wohngebäudeversicherung schützt Sie bei Schäden, die durch Sturm, Feuer, Leitungswasser oder Hagel entstehen. Das schließt Kosten ein, die für die Reparatur anfallen.

Eine Wohngebäudeversicherung schließen sie gar nicht früh genug ab. Bereits während des Hausbaus schützt Sie eine Feuerrohbauversicherung vor Schäden am Rohbau. Die Feuerrohbauversicherung wird mit dem Bauschluss zur Wohngebäudeversicherung abgeschlossen.

Der Vorteil: Die Feuerrohbauversicherung ist kostenlos – sie zahlen erst, sobald sie zu Wohngebäudeversicherung wird.

Wichtig ist, dass Wohngebäudeversicherungen eine Entschädigung in der Regel ausschließen, wenn Sie grobfahrlässig Handeln. Der berühmte Ofen, der vergessen wurde auszuschalten, wird so schnell zur Falle.

Achten Sie also bei der Auswahl darauf; dass grobfahrlässiges Handeln abgedeckt ist.
Viele Menschen bekommen zudem gerade schmerzlich zu spüren, dass Wohngebäudeversicherungen bei Schäden durch Naturgewalten nicht aufkommen, wenn sich das Haus in einem Risikogebiet befindet. In diesem Fall ist eine zusätzliche Versicherung gegen Elementarschäden verantwortlich.

 

Privathaftpflicht / Haus und Grundbesitzerhaftpflicht

Kommen Dritte auf Ihrem Grundstück oder Ihrer Immobilie zu Schaden, sind Sie für den Schaden verantwortlich. Als Eigentümer kommt Ihnen die Pflicht zu, etwaige Gefahren zu beseitigen, zum Beispiel:

Nicht gestreute Gehwege bei Glatteis oder Schnee

Herabstürzende Äste wegen mangelnder Gartenpflege

Mit einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung sichern Sie sich für diese Fälle ab. Die Versicherung übernimmt alle Schadenersatzansprüche, die durch Unfälle auf Ihrem Grundstück entstehen.

Bauherrenhaftpflicht

Die Bauherrnhaftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die durch fahrlässiges Handeln auf der Baustelle entstehen. Das umfasst sowohl Ihr eigenes Handeln, aber auch das der anderen Arbeiter. Als Bauherr sind sie vollständig für alles verantwortlich, was dort passiert. Viele private Haftpflichtversicherungen decken solche Risiken ab – die Kosten sind allerdings häufig bei 100.000€ – 2.000.000€ gedeckelt. Das klingt auf den ersten Blick nach viel Geld – bei größeren Unfällen wird diese Summe aber schnell erreicht. Eine Bauherrenhaftpflicht lohnt sich für größere Arbeit auf einer Baustelle daher fast immer.

Hausratversicherung

Die Hausratversicherung ist umstritten. Eine allgemeine Empfehlung für die Hausratversicherung gibt es nicht. Ob sie sich lohnt, hängt vom Wert Ihrer Haushaltsgegenstände ab. Wenn Sie überwiegend noch mit der Einrichtung aus der Ausbildungs- und Studentenzeit leben, lohnt sich eine Hausratversicherung nicht. Mit steigendem Wert ändert sich das. Ein Schaden würde dann eine so hohe finanzielle Belastung bedeuten, dass sich der Abschluss lohnen kann.

Gewässerschadenhaftpflicht

Hausbesitzer, die noch eine Ölheizung nutzen, sollten eine Gewässerschadenhaftpflicht abschließen. Sie deckt Schäden ab, die durch auslaufendes Öl entstehen. Langfristig sollten Sie aber eher über eine Modernisierung der Heizung nachdenken. Wenn Sie eine moderne Heizung kaufen, sparen Sie sich nicht nur die Gewässerschadenversicherung, sondern auch Energie. Gleichzeitig unterstützt Sie der Staat durch die Übernahme eines Teils der Kosten. Dasselbe gilt, wenn Sie eine Heizung mieten.

Bauleistungsversicherung

Die Bauleistungsversicherung ergänzt Ihre Bauherrenhaftpflicht, um Schutz vor Schäden die durch Wetter, Vandalismus oder Fehler im Material entstehen. Sie lohnt sich, weil der potenzielle Schaden enorm hoch sein kann, während die zu zahlende Prämie niedrig liegt.

Unnötige Versicherungen für Hausbesitzer

Nur weil ein Angebot interessant wirkt, ist es nicht zwingend nützlich. Viele Versicherungsprodukte, die sich an Hausbesitzer richten, erweisen sich als unnötig: Sie decken entweder sehr unwahrscheinliche Randfälle ab oder sind unverhältnismäßig teuer.

Glasbruchversicherung

Eine Fensterscheibe geht schnell mal kaputt – gerade, wenn spielende Kinder im Haus sind. Der Abschluss einer Glasbruchversicherung lohnt sich trotzdem in den seltensten Fällen – Geht eine Scheibe kaputt, sind die Kosten für den Ersatz nicht existenzbedrohend. Statt Geld in einer Versicherung zu stecken, bilden Sie daher besser Rücklagen, um etwaigen Glasbruch im Zweifel selbst zu begleichen.

Haus und Wohnschutzbrief

Schutzbriefe sind ein beliebtes Zusatzprodukt der Versicherer. Das Versprechen: Der Schutzbrief soll für die kleinen Schäden im Alltag aufkommen: Ein verlorener Haustürschlüssel, ein kaputter Herd oder ein zerbrochenes Fenster. In der Realität sehen die Versicherungsbedingungen allerdings geringe Deckungsbeiträge von wenigen Hundert Euro. Zu wenig, um eine monatliche Beitragszahlung zu rechtfertigen.

Versicherungen rund ums Haus: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

Bei den laufenden Kosten machen die Versicherungen einen nicht zu vernachlässigenden Teil aus. Hausbesitzer sollten sich daher genau informieren und Versicherungen abschließen, die zu Ihrem Risikoprofil passen.

Wohngebäudeversicherung:
Zwischen 200 € – 600 € im Jahr werden für die obligatorische Wohngebäudeversicherung fällig. Der Leistungsumfang unterscheidet sich stark von Versicherer zu Versicherer. Prüfen Sie vor dem Abschluss die Bedingungen also besonders genau.

Elementarschäden:
Eine Elementar-Schadenversicherung kostet Sie zwischen 30 € – 100 € – abhängig vom Versicherer und dem Risiko der Region. Die Elementarschadenversicherung
schließen Sie als zusätzlichen Bestandteil der Wohngebäudeversicherung ab.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht:
Für die Hausbesitzerhaftpflicht kommen Kosten von 30 € – 70 € / Jahr auf Sie zu. Die genauen Kosten sind unter anderem abhängig von Art und Größe der Immobilie.

Hausratversicherung:
Abhängig von der Versicherungssumme kostet Sie die Hausratversicherung zwischen 100 € – 200 € im Jahr.

Gewässerschadenhaftplfichtversicherung:
Besitzer einer Ölheizung zahlen zwischen 50 € – 120 € im Jahr für Schäden, die durch Fehler im Öltank entstehen.

Fazit: Versicherungen rund ums Haus

Zwischen 500 € – 800 € / Jahr kosten dem Hausbesitzer alle notwendigen Versicherungen im Jahr. Eine Investition, die sich spätestens im ersten Schadensfall bezahlt macht. Die Versicherungsplanung beginnt idealerweise bereits vor dem Kauf oder Hausbau. Machen Sie sich einen realistischen Eindruck von den Kosten, die auf Sie zu kommen. Für den Hausbau sind zusätzliche Versicherungen empfehlenswert: Mit einer Bauherrenhaftpflicht sichern Sie so auch die Risiken auf der Baustelle umfassend ab.

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