unser Ratgeber 

Die Marktraumumstellung in Köln:

Die Umstellung von L- auf H-Gas und alles was Sie dazu wissen müssen

Die Marktraumumstellung von L-Gas auf H-Gas betrifft 5,2 Millionen Haushalte in Nord- und Westdeutschland. Bis 2030 werden alle Haushalte auf den neuen Energieträger umgestellt. Was das für Verbraucher bedeutet und wann die Marktraumumstellung in ihrem Haushalt stattfindet, erfahren Sie in diesem Artikel.

Marktraumumstellung: Das Wichtigste in Kürze

 

  • Ziel: L-Gas wird knapp. Nord- und Westdeutschland soll bis 2030 flächendeckend mit H-Gas versorgt werden
  • Was passiert: Erhebung und Anpassung der Erdgasgeräte in allen Haushalten
  • Marktraumumstellung in vier Phasen: Benachrichtigung, Erhebung, Anpassung, Qualitätskontrolle
  • Zeitrahmen: ca. 2,5 Jahre ab der ersten Benachrichtigung.
  • Verantwortlich für die Marktumstellung: Rheinische NETZGesellschaft (RNG)
  • Kosten: Sofern eine Umstellung möglich ist, entstehen für Sie keine Kosten.
  • Keine Umstellung möglich: Wenn die Anpassung aus technischen Gründen unmöglich ist, keine Teile beschafft werden können oder der Heizung die Zulassung fehlt, sind Sie für den Tausch der Heizungsanlage selbst verantwortlich. Alle Infos dazu finden Sie in diesem Artikel.

Marktraumumstellung erklärt

    Bei der Marktraumumstellung geht es um die Versorgung mit Erdgas. Im Norden und Westen Deutschlands kommt zurzeit L-Gas zum Einsatz. Diese Vorkommen gehen aber immer weiter zurück. Im Zuge der Marktraumumstellung soll die Versorgung bis 2030 flächendeckend auf Erdgas H umgestellt werden.

    H-Gas hat einen höheren Energiegehalt als L-Gas. Bereits der Name weist auf diesen Umstand hin. Das “H” in H-Gas steht für “high” und bezeichnet den 2 – 4 kWh/m³ höheren Energiegehalt im Vergleich zu L-Gas. Damit ist H-Gas effizienter, aber auch umweltfreundlicher, da bei seiner verbrennung weniger Stickstoff und Kohlendioxid ausgestoßen werden.

    Marktraumumstellung erklärt

      Bei der Marktraumumstellung geht es um die Versorgung mit Erdgas. Im Norden und Westen Deutschlands kommt zurzeit L-Gas zum Einsatz. Diese Vorkommen gehen aber immer weiter zurück. Im Zuge der Marktraumumstellung soll die Versorgung bis 2030 flächendeckend auf Erdgas H umgestellt werden.

      H-Gas hat einen höheren Energiegehalt als L-Gas. Bereits der Name weist auf diesen Umstand hin. Das “H” in H-Gas steht für “high” und bezeichnet den 2 – 4 kWh/m³ höheren Energiegehalt im Vergleich zu L-Gas. Damit ist H-Gas effizienter, aber auch umweltfreundlicher, da bei seiner verbrennung weniger Stickstoff und Kohlendioxid ausgestoßen werden.

      Marktraumumstellung erklärt

        Bei der Marktraumumstellung geht es um die Versorgung mit Erdgas. Im Norden und Westen Deutschlands kommt zurzeit L-Gas zum Einsatz. Diese Vorkommen gehen aber immer weiter zurück. Im Zuge der Marktraumumstellung soll die Versorgung bis 2030 flächendeckend auf Erdgas H umgestellt werden.

        H-Gas hat einen höheren Energiegehalt als L-Gas. Bereits der Name weist auf diesen Umstand hin. Das “H” in H-Gas steht für “high” und bezeichnet den 2 – 4 kWh/m³ höheren Energiegehalt im Vergleich zu L-Gas. Damit ist H-Gas effizienter, aber auch umweltfreundlicher, da bei seiner verbrennung weniger Stickstoff und Kohlendioxid ausgestoßen werden.

        Durchschnittlich höherer Brennwert von H-Gas im Vergleich zu L-Gas.

        Viele Erdgas-Geräte kommen mit H-Gas ohne Umrüstung nicht zurecht. Deshalb übernimmt die Rheinische NETZagentur als Hauptverantwortliche seit 2015 die Marktumstellung. Betroffen sind Verbraucher in Nord- und Westdeutschland mit L-Gas-Versorgung. Insgesamt sind das rund 5,2 Millionen der deutschen Haushalte.

        So läuft die Marktumstellung ab

        Die Marktumstellung ist ein formalisierter vierstufiger Prozess.

        1.

        Benachrichtigung

        Im ersten Schritt werden Sie über die anstehende Umstellung informiert. Für die Geräteerhebung- und Anpassung erhalten Sie dann rechtzeitig Termine. Passen Ihnen diese Termine nicht, haben Sie die Möglichkeit, einen neuen Termin zu vereinbaren.

        2.

        Erhebung

        Bei der Erhebung werden Sie von einem Techniker besucht. Dieser ist speziell geschult und von Ihrem Netzbetreiber beauftragt.  Der Techniker erfasst dann alle nötigen Daten und ermittelt, ob eine Umstellung nötig ist. Manche Erdgasgeräte sind bereits H-Gas tauglich, während bei anderen ausschließlich eine Brennerdüse ersetzt werden muss. Um die Bestellung erforderlicher Teile für die Umrüstung kümmert sich der Techniker.

        In bestimmten Fällen erfüllt das Gerät nicht mehr die technischen Grundvoraussetzungen für eine Umrüstung und muss ausgetauscht werden. 

        3.

        Umstellung

        Sind die bestellten Teile angekommen, vereinbart der Techniker mit Ihnen einen neuen Termin für die Anpassung der Erdgasgeräte in Ihrem Haushalt. In der Regel geschieht dies zwischen 6 – 24 Monaten nach der Erhebung. Dabei entstehen für Sie keinerlei Kosten, da sowohl die Ersatzteile als auch die investierten Arbeitsstunden des Monteurs von Ihrem Netzbetreiber finanziert werden. Lediglich im Falle, dass ein Gerät nicht umgerüstet werden kann und ausgetauscht werden muss, sind Sie für die Beschaffung eines neuen Gerätes selbst verantwortlich.  

        4.

        Qualitätskontrolle

        Die Marktumstellung ist für die meisten  mit Schritt 3 beendet. Jedes 10. Gerät wird nachträglich allerdings auf eine fachgerechte Anpassung geprüft. Sollte eine solche Prüfung in Ihrem Haushalt stattfinden, erhalten Sie rechtzeitig einen Brief mit einem Terminvorschlag.

        Als Verbraucher hat die Marktumstellung nur 2-3 Besuche durch den Netzbetreiber zur Folge. Ein Techniker wird zunächst Mängel erheben und die Geräte dann entsprechend anpassen. Ihnen entstehen durch die Marktumstellung also keinerlei Kosten. Der Prozess von der Erhebung über die Anpassung bis zur Nachkontrolle dauert in der Regel 2,5 Jahre.

        Marktumstellung: So gehen Sie vor, wenn keine Anpassung auf H-Gas möglich ist

        Nicht immer ist die Anpassung des Erdgasgeräts möglich. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

        • Technische Beschränkungen der Heizung: In Einzelfällen sind Heizungen so alt, dass Sie aus technischen Gründen nicht anpassbar sind
        • Mangelnde Zulassung der Heizung: Fehlen Typenschild oder Nachweis über die Zulassung für den deutschen Markt, wird Ihre Anlage nicht für die Umstellung angepasst.
        • Keine Teile: Bei älteren Modellen fehlt den Technikern in seltenen Fällen die Möglichkeit, die nötigen Teile zu bestellen. Auch dann kann keine Anpassung im Rahmen der Marktumstellung stattfinden.

        Wenn eine Umstellung aus einem dieser Gründe nicht möglich ist, müssen Sie eine neue Heizung kaufen. Tauschen Sie die Heizung nicht aus, bevor die Umstellung auf H-Gas in Ihrer Region abgeschlossen ist, wird die Energieversorgung unterbrochen. Eine große Einmalinvestition umgehen Sie, wenn Sie stattdessen eine Heizung mieten.

        Für den Kauf einer neuen Heizung können Sie bei ihrem Netzbetreiber einen Zuschuss beantragen, das gilt jedoch nicht für Warmwasserbereiter oder Gasherde. Wenn Sie Ihr neues Heizgerät nach Benachrichtigung zur Umstellung und vor einer möglichen Anpassung IhrevorhandeneGerätes installieren lassen, gibt es einen Pauschalbetrag von 100 EURDiesen müssen Sie jedoch rechtzeitig bei Ihrem Netzbetreiber beantragenZusätzlich haben Sie Anspruch auf einen Erstattungsbetrag. Dieser ist abhängig vom Alter ihrer aktuellen Heizungsanlage und beträgt maximal 500 EUR. 

        Die Gesamtkosten einer neuen Heizungsanlage belaufen sich meist auf mehrere Tausend Euro.  

        Eine große Einmalinvestition umgehen Sie, wenn Sie stattdessen eine Heizung mieten. 

        Was tun, wenn Ihr Erdgasgerät Mängel aufweist und nicht direkt umgerüstet werden kann?  

        Während der Erhebung ihreGeräte kann es sein, dass Mängel festgestellt werden, die vor der Umstellung behoben werden müssen. Dafür sind Sie als Eigentümer oder der Eigentümer Ihrer Geräte verantwortlichLassen Sie die Mängel nicht rechtzeitig beheben, werden Ihre Geräte nicht umgerüstet. Dann kann es passieren, dass Sie vom Erdgasnetz ausgeschlossen werden und Ihre Geräte nicht mehr in Betrieb genommen werden können. Nach Feststellung der Mängel wird Ihnen vom Techniker eine Mängelkarte ausgestellt, auf der das spezifische Problem vermerkt ist. Diese müssen Sie von Ihrem Installateur oder Schornsteinfeger, je nach dem wer die Mängel behebt, nach der Reparatur ausfüllen lassen und anschließend an Ihren Netzbetreiber senden. Dafür haben Sie ab Ausstellung der Karte insgesamt 4 Wochen Zeit.   

        Heizkosten: Wie verändern sich die Kosten nach der Umstellung?  

        Wie Sie vielleicht schon beim Blick auf Ihre letzte Gasrechnung festgestellt haben, zahlt man als Verbraucher das Gas in Kilowattstunden, also anhand der verbrauchten Energie und nicht die verbrauchte Gasmenge. Da der Preis einer Kilowattstunde unabhängig vom Gastyp ist, verändert sich für Sie nichts bei der Gasrechnung. Haben Sie jedoch ein neues Heizgerät installiert, ist es wahrscheinlich, dass dieses effizienter ist und weniger Gas verbraucht. Damit sparen Sie langfristig an Heizkosten.  

        Wann ist Ihr Haushalt für die Marktumstellung dran?

        Bis 2029 sollen alle Haushalte technisch für H-Gas umgerüstet werden. Wann die Erhebung und Anpassung bei Ihnen stattfindet, hängt von Ihrem Wohnort ab. Als Beispiel: Die Marktumstellung Köln Deutz beginnt im Mai 2022 und wird bis Mai 2023 abgeschlossen sein. Die Anpassung folgt dann bis August 2024.

        Auf der Website der Rheinischen NETZGesellschaft finden Sie eine interaktive Karte, auf der Sie die Planungen für Ihren Haushalt ablesen können: Zur Karte: Wann findet die Marktumstellung statt?

        Falls Ihr Wohnort nicht in der Karte markiert ist, können Sie Ihren Netzbetreiber anhand Ihrer Gasrechnung bestimmen und diesen dann individuell kontaktieren.   

        Sie besitzen ein Gewerbe?

        Konfigurieren Sie jetzt Ihr unverbindliches Angebot Inklusive Heizungswartung und ohne Anschaffungskosten

        Fazit zur Marktumstellung: Heizungsanlage frühzeitig prüfen

         

        Für die meisten Verbraucher ist die Marktumstellung harmlos und bedeutet lediglich die gelegentliche Anwesenheit des Technikers über einen Zeitraum von 30 Monaten. Einige trifft die Marktumstellung allerdings hart. Ist Ihre Heizungsanlage zu alt oder verfügt über keine Zulassung, kann Sie nicht angepasst werden. Um nach der Umstellung auf H-Gas nicht ohne Heizung dazustehen, müssen Sie dann die gesamte Heizungsanlage tauschen.

        Wenden Sie sich in diesem Fall frühzeitig an ihren Netzbetreiber ueinen möglichen Erstattungsbetrag geltend zu machen. Für Haushalte in der Region Köln ist das die Rheinische NETZGesellschaft (RNG)Diese erreichen Sie unter 0800 4698 444 (Mo.-Fr., 7-20 Uhr und Sa., 8-16 Uhr) oder unter info@meine-erdgasumstellung.de  

        Alternativ haben Sie die Möglichkeit eine neue Heizungsanlage zu mieten. Damit ersparen Sie sich eine hohe Einmalinvestition und potentielle Wartungskosten 

        Verwandte Ratgeber

        BAFA Förderung 2021

        BAFA Förderung 2021

        So stellen Sie den Antrag und sichern sich bis zu 35% Zuschuss für Ihre neue Heizung
        Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) setzt mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude einen Anreiz für Eigentümer, die Heizungsanlage zu modernisieren.

        mehr lesen
        Förderung

        Förderung

        Sie möchten Ihr Zuhause mit einer klimafreundlichen Heizung ausstatten? Dann können Sie jetzt von staatlichen Förderungen profitieren. Dabei zahlt sich Ihre Investition doppelt aus. Dank der BEG (Bund…

        mehr lesen
        Solargesetz 2021

        Solargesetz 2021

        Berlin, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und nun auch Bremen und Bayern – immer mehr Länder verabschieden eine Solarpflicht. Sie verpflichtet Immobilienbesitzer zum Einbau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.

        mehr lesen

        Schnell und einfach Heizung mieten!