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Alles rund um die Ummeldung

Alles rund um die Ummeldung


Informieren Sie das Einwohnermeldeamt:

Nach einem Umzug ist es wichtig, sich bei dem Einwohnermeldeamt umzumelden. In Deutschland besteht eine Meldepflicht, wonach jeder Wohnungswechsel, Zweitwohnsitz, oder die Aufgabe eines Wohnsitzes  - etwa bei Auswanderung - gemeldet werden muss.
Nach dem Einzug in Ihr neues Zuhause müssen Sie sich binnen zwei Wochen beim Einwohnermeldeamt ummelden. Das Gleiche gilt, wenn man seinen Wohnsitz in Deutschland aufgibt. Hier muss eine Abmeldung im gleichen Zeitraum erfolgen. 

 

Ummelden und Umschreiben:

Bei einer Ummeldung sollten Sie bereits im Vorfeld eine Meldebescheinigung ausfüllen. Diese Bescheinigungen stehen in den meisten Fällen auf den Internetseiten der für Sie zuständigen Gemeinde zum Download bereit. Weil der Gesetzgeber sich bezüglich Scheinanmeldungen absichern möchte, ist es immer auch sinnvoll vom neuen Vermieter eine Vermieterbescheinigung ausfüllen zu lassen. Auch hierfür stehen Ihnen auf den Internetseiten der Gemeinden meistens Formulare zum Download bereit.
Checkliste:
1. Anmeldeformular der Gemeindeverwaltung (amtliche Meldebestätigung)
2. Vermieterbescheinigung 
3. Personalausweis (oder Reisepass)
4. Vollmacht, falls eine Anmeldung durch Dritte erfolgt

 

Ein Postnachsendeauftrag kann helfen:

Bei einem Umzug kann darüber hinaus sinnvoll sein, einen Postnachsendeauftrag zu stellen. Hierbei handelt es sich um einen Service der Deutschen Post, welche jede Sendung, die noch an Ihre alte Anschrift adressiert ist, umleitet und an Ihre neue Anschrift nachsendet. Die Deutsche Post bietet hierfür mehrere Modelle an, wonach der Auftrag über einen Zeitraum von sechs, zwölf oder 24 Monaten laufen kann. Damit eine durchgehende Erreichbarkeit gewähreistet ist, sollte der Nachsendeauftrag am besten online auf der Website der Deutschen Post spätestens fünf Tage vor Umzug gestellt werden.
https://www.deutschepost.de/de/n/nachsendeservice.html

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Informieren Sie die Behörden und Dienstleister


Versicherungen:

Bei einem Umzug kann es oft vorkommen, dass sich die Bedingungen von Versicherungen aufgrund des neuen Wohnortes ändern können. Hauptsächlich ist das bei Sachversicherungen der Fall. Personengebundene Versicherungen wie beispielsweise Ihre Renten-, Lebens- oder Krankenversicherung, ändern sich meistens nicht. Hier wird in der Regel nur eine Mitteilung über die Adressänderung erwartet.

 

Die Kraftfahrzeugversicherung

Da sich der Tarif Ihrer PKW-Versicherung nach der in Ihrer Region auftretenden Häufigkeit von Unfällen, Fahrzeugdichte und Kriminalität richtet, kann es sein, dass sich bei Änderung des Wohnortes die Kalkulation für Ihre PKW-Versicherung ändert. In Ballungsräumen sind die Versicherungsbeiträge in der Regel höher als in ländlichen Regionen. Bei Mitteilung der neuen Adresse läuft eine neue Kalkulation in der Regel automatisch ab. Natürlich können Sie sich vor dem Umzug bei Ihrer Versicherung informieren inwieweit Sie mit Änderungen rechnen müssen.

 

Eigentum beim Umzug: Die Gebäudeversicherung

Für die Beiträge Ihrer Gebäudeversicherung ist vor allem die Art, das Alter und die Bauweise des Gebäudes maßgeblich. Sobald Sie Eigentum veräußern, geht die Versicherung unmittelbar auf den neuen Eigentümer über. Bei einem Kauf gilt das umgekehrt für Sie. Daher ist es ratsam, sich im Vorfeld nach bereits bestehenden Gebäudeversicherungen zu erkundigen und die Beratung von Dritten in Anspruch zu nehmen.

 

Die Hausratversicherung beim Umzug

Ähnlich wie bei der Kraftfahrzeugversicherung richtet sich der Tarif Ihrer Hausratversicherung stark nach der Wohngegend. Hierbei werden beispielsweise Faktoren wie die Kriminalitätsrate oder die Häufigkeit von Unwettern berücksichtigt.
Die Mitteilung der neuen Adresse sollte bei der Hausratversicherung besonders rechtzeitig erfolgen, da Ihre Versicherung im Fall eines Umzugs bis zu zwei Kalendermonate für Ihre alte sowie Ihre neue Wohnung haftet, sollte ein Versicherungsschaden an Ihren Gütern entstehen. Schäden, die während des Umzuges selbst entstehen, werden allerdings nicht von der Hausratversicherung abgedeckt. 

 

Spezielle Versicherungen für den Umzug

Grundsätzlich besteht seitens der Hausrat- und Haftpflichtversicherungen keine Haftung für Schäden bei einem Umzug. Um dennoch umfassend abgesichert zu sein, empfiehlt es sich eine Zusatzversicherung abzuschließen oder direkt eine spezielle Vereinbarung mit Ihren Umzugshelfern zu treffen. Professionelle Umzugsunternehmen haften bei Kompletteinzügen meistens schon automatisch bis zu einer bestimmten Summe für entstehende Schäden. Achten Sie bei besonders wertvollen Gegenständen darauf, dass deren Wert die Haftungsgrenzen übersteigen könnte. Diese sollten dann gesondert versichert werden.


Arbeitsamt:

Sofern Sie Arbeitslosengeld vom Arbeitsamt beziehen, sind Sie verpflichtet einen Umzug beim Arbeitsamt unverzüglich zu melden. Eine Ummeldung kann online oder auch telefonisch erfolgen. Im Internet finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit ein Online-Formular ("Veränderungsmitteilung"), das sich einfach ausfüllen lässt. Für eine telefonische Ummeldung steht Ihnen die kostenlose Servicenummer für Arbeitnehmer und Arbeitsuchende zur Verfügung (0800-4555500). Sofern Sie Ihren Umzug nicht melden, laufen Sie Gefahr, dass das Amt die Zahlungen des Arbeitslosengeldes einstellt – aus dem einfachen Grund, dass Sie wegen Ihrer fehlenden Kontaktdaten nicht mehr für eine Arbeitsvermittlung verfügbar sind.


BAföG:

Wenn Sie BAföG beziehen und Ihren Wohnsitz ändern, ist es wichtig, dem Bundesverwaltungsamt Ihre neue Adresse mitzuteilen. Die Einwohnermeldeämter sind nicht verpflichtet etwaige Adressänderungen an das Bundesverwaltungsamt weiterzugeben. Vor allem um unnötige Kosten zu vermeiden, die bei der Ermittlung Ihrer neuen Adresse entstehen würden, empfiehlt es sich, diesen Schritt zu vermeiden und eine kurze Mitteilung über Ihre Wohnsitzänderung zu machen. Hierfür steht Ihnen auf der Internetseite des Bundesverwaltungsamtes auch das Online-Portal „BaföG online“ zur Verfügung.

Finanzamt:

Ob Sie den Umzug beim Finanzamt melden müssen, hängt davon ab, ob sich mit dem Wohnsitzwechsel das zuständige Finanzamt ändert:
Sofern Sie innerhalb derselben Behörde umziehen, müssen Sie Ihre neue Adresse nicht angeben. Diese wird dann automatisch registriert, sobald Sie Ihre nächste Steuererklärung abgeben.
Wenn durch Ihren Umzug jedoch ein anderes Finanzamt zuständig wird, sollte das alte Finanzamt informiert werden. 
Sofern Sie innerhalb des gleichen Ortes nur in einen anderen Stadtteil oder in eine andere Straße ziehen, ändert sich in dörflichen Gegenden und Klein- und Mittelstädten meistens nichts. In Großstädten mit mehreren Bezirken kann es vorkommen, dass es gleich mehrere Finanzbehörden gibt. Hier sollten Sie direkt beim Amt nachfragen, welches Finanzamt für Sie zuständig sein wird. Sofern Sie in eine andere Stadt oder in eine andere Gemeinde ziehen, ändert sich das zuständige Finanzamt. 


GEZ-Gebühren:

Die Gebühren des ARD ZDF Deutschlandfunk Beitragsservices in Höhe von 17,50 € pro Monat müssen in jedem Haushalt gezahlt werden. Die Anzahl der Personen, die in diesem Haushalt leben ist unerheblich.
Wer bereits in seiner alten Wohnung Rundfunkgebühren gezahlt hat, kann sich bei der GEZ ganz einfach ummelden. Alternativ besteht auch die Möglichkeit die Gebührenzahlung des Vormieters zu übernehmen und fortzuführen.
Auf der Website des ARD ZDF Deutschlandfunk Beitragsservices ist die Ummeldung mithilfe eines Ummeldeformulars sowohl online, als auch postalisch möglich.


Telefon:

Bei einem Umzug ist es problemlos möglich seine Verträge, egal ob Festnetz, Internet oder Mobilfunk, mit an seinen neuen Wohnort zu nehmen.
Zuerst sollten Sie als Kunde Ihren Anbieter über Ihren Wohnortwechsel informieren und erfragen, ob eine Mitnahme des Telefon- oder Internetanschlusses möglich ist. Hierfür ist die Schriftform zu wählen und es ist ratsam eine Frist von ungefähr drei Wochen zu setzen, so darf der Vertrag gekündigt werden, sollte der Anbieter den Vertrag am neuen Wohnsitz nicht erfüllen können.
Wenn die Mitnahme der Anschlüsse möglich ist, können Sie die Umschaltung am Umzugstag beantragen. Hierzu stellen die Anbieter auf Ihren Internetseiten Formulare bereit, die zum Download zur Verfügung stehen.
Die Bedingungen Ihrer Verträge werden von einem Umzug nicht berührt. Sie haben weiterhin das Recht die festgehaltenen Leistungen (Übertragungsrate, etc.) zu verlangen und auch an der Vertragslaufzeit ändert sich nichts.
Sollte es dem Anbieter nicht möglich sein, die vertraglich festgehaltenen Leistungen am neuen Wohnort zu erbringen, so steht Ihnen als Kunde das Recht zur Kündigung zu.

Informieren Sie die Versorgungsunternehmen


Generell ist es möglich bei einem Umzug auch weiterhin bei seinem alten Strom- und Gasversorger zu bleiben – vorausgesetzt dieser kann an Ihre neue Adresse liefern. Meistens lohnt sich bei Änderung der Anschrift jedoch ein Preisvergleich zwischen den jeweiligen Anbietern. Oft gibt es regionale Anbieter, die unter Umständen preiswertere Tarife anbieten als am bisherigen Wohnort. Sollten Sie sich jedoch für Ihren bisherigen Strom- und Gasversorger entscheiden, kann die Ummeldung meistens einfach online vorgenommen werden. Die darauf folgende Abwicklung wird in der Regel von den Versorgern selbst übernommen.

Informieren Sie die Schulen und Kindergärten


Wenn Ihre Kinder in den Kindergarten oder zur Schule gehen, sollten Sie – sofern kein Wechsel erfolgt – die Bildungseinrichtungen rechtzeitig über die Adressänderung informieren. Die Schulen und Kindergärten sollten Ihre aktuellen Kontaktdaten immer kennen, damit Sie im Notfall kontaktiert werden können. Bei einem Wechsel der Bildungseinrichtung sollten Sie sich bereits rechtzeitig vor dem Umzug um die Ab- und Anmeldung kümmern. Hier unterscheiden sich die Vorgehensweisen und Fristen in den jeweiligen Bundesländern. Es ist daher am sinnvollsten sich direkt bei den Einrichtungen über den Ablauf einer Ummeldung zu informieren.